Techniken und Begriffe beim Tischfußball

• Als „Aerial-shot“ oder „Heber“ (auch „Rainbow Shot“ oder „Goalie Field Goal“ genannt) wird ein Schuss aus der Defensive bezeichnet, bei dem man den Ball erst auf einem fast waagerecht stehenden Spieler fängt, um ihn dann über die Stangen des Gegners in Richtung gegnerisches Tor zu katapultieren. Es gibt je nach Tisch verschiedene Methoden, den Ball auf den Spieler zu bringen und verschiedene Positionen, an denen man den Ball auf dem Spieler balancieren kann.

• Für den „Abquetscher“ (wegen der Schussbahn auch „Bananen“ genannt) wird der Ball mit dem Fuß der Puppe hinten eingeklemmt (aber nicht so weit hinten wie beim Pin-shot) und anschließend durch Druck auf den Ball, mit einer gleichzeitigen seitlichen Bewegung, nach vorne gedrückt oder gequetscht. Durch die seitliche Bewegung bekommt der Ball einen Effet der die Schussbahn krümmt. Dieser Schuss ist eher ein Trickshot und wird auf Turnieren nur selten gespielt.

• Der „Auto-catch-Winkel“ bezeichnet die Position der Figuren, wenn man z.B. die 3er-Reihe (manchmal auch die 5er) in einem bestimmten Winkel nach vorne stellt, um Pässe aus dem eigenen Torraum leichter fangen zu können, bzw. wenn man die Reihen nach hinten anwinkelt, um abgeblockte Schüsse des Gegners zu stoppen. Der richtige Winkel ist gerade etwas kleiner, als wenn man einen Ball einklemmen wollte; bei härteren Pässen kann er noch kleiner sein (bei gleichzeitig etwas lockererem Griff an der Stange). Es ist auch möglich, den Winkel erst im Moment des Ballkontaktes durch eine schnelle Handbewegung zu bilden (ausgehend von einem fast aufrecht stehenden Spieler).

• Der „Auto-stuff-Winkel“ bezeichnet die Position der Figuren, wenn man z.B. seine 3er- oder 5er-Reihe in einem solchen Winkel nach vorne stellt, dass Schüsse aus dem Defensivbereich des Gegners sofort wieder gefährlich in Richtung seines Tors zurückprallen. • Alle „Bandenschüsse“ sind prinzipiell von jeder Position aus spielbar. Dabei wird der Ball von der Figur sehr weit außen getroffen (meist mit der Fußkante), was dazu führt, dass der Ball schräg abgeschossen wird. Trifft man den Ball im richtigen Winkel, wird er zunächst gegen eine der Banden und anschließend ins gegnerische Tor treffen. Am häufigsten wird diese Technik von der 2er-Stange des Verteidigers aus eingesetzt, dabei meistens in Höhe des Elfmeterpunktes oder in einem flachen Winkel nahe der Bande. Fortgeschrittene Spieler spielen diese, wie auch die anderen Schusstechniken, aus der Bewegung heraus.

• Der „Jet“ ist ein Schuss mit Überschlag - in den U.S.A. „Snake“ genannt. Diese Technik wird fast ausschließlich als Torschuss von der mittleren Stürmerfigur eingesetzt. Dabei wird der Ball vorne eingeklemmt und durch eine schnelle Seitwärtsbewegung an eine ungedeckte Position gebracht. Anstatt nun die Figur hinter den Ball zu bewegen, auszuholen und zu schießen, wird sie nach hinten „überschlagen“ und trifft den Ball nach einer Umdrehung. Allerdings ist es sehr wichtig, den Spieler nach dem Ballkontakt abzustoppen, um die 360-Grad-Regel („Überdrehen“) nicht zu brechen. Beim Jet wird der Griff der Stange an der Handbeuge (Affenklammer) oder noch darüber geführt, durch eine aufwärtige Zugbewegung des Arms über die ganze Handfläche abgerollt und mit in den gekrümmten Fingern aufgefangen (abgestoppt). Dadurch führt die Stange eine Drehung durch.

• Der „Pass von 5 auf 3“ ist im Turnierbereich der oftmals entscheidende Spielzug. Prinzipiell ist der Pass durch jede Lücke der gegnerischen Fünferreihe möglich. Allerdings haben sich zwei Pässe etabliert, der Pass „zur Bande hin“ und zum anderen der „Schrägpass“ oder auch „von der Bande weg“. Bei beiden Pässen ist die Ausgangsposition die zweite Figur an der Bande. Der Pass selbst wird meistens als „Brushpass“ ausgeführt. Dabei wird der Ball mit der Vorderseite des Fußes angeschnitten. Durch den Drall läuft der Ball entweder an der Bande entlang, ohne abzuprallen, oder schräg in Richtung Tor.

• Der „Pin-shot“ ist einer der gebräuchlichsten Schüsse in Europa (auch European Pinshot). Der Ball wird mit der mittleren Figur der Stürmerreihe (auch 3er-Reihe oder auch nur 3 genannt) vorne oder hinten eingeklemmt und schnell nach rechts oder links gezogen, um am Verteidiger vorbeizukommen. Dabei wird die Figur hinter den Ball gebracht. Sobald der Ball auf einer Höhe mit der Puppe steht, lässt man diese nach vorne schnellen und schießt damit den Ball geradeaus ins Tor. Im Turnierbereich wird der „Pin-Shot“ meist mit der „Open-Hand“-Schusstechnik gespielt. Bei dieser Technik wird die Aushol- und Schussdrehung der Figur nicht aus dem Handgelenk ausgeführt. Der Griff der Stange wird in der „offenen“ Hand geführt und über die Handfläche und/oder den Handballen aus einer kurzen Ab- und anschließender Aufwärtsbewegung des Unterarmes „abgerollt“ (daher rührt auch die frühere Bezeichnung „Abroller“ für diese Schusstechnik). Am Ende der Schussbewegung wird der Griff in den gekrümmten Fingern aufgefangen. Wird der Ball seitwärts sehr schnell bewegt, ist es notwendig eine Gegenzugbewegung mit der Figur zu beschreiben, da sonst der Ball durch die Trägheit abtreiben würde. Die Effizienz dieses Schusses liegt in der hohen Anzahl der Variationen (kurz oder lang, rechts oder links und Kombinationen daraus).

• Der „Pull-shot“ oder „Zieher“ (auch „Push-shot“ oder „Schieber“) ist ein weiterer weit verbreiteter Schuss. Dabei wird der Ball neben dem Fuß der Figur abgelegt und dann durch Anziehen bzw. Anschieben in eine Richtung beschleunigt. Die Schussbewegung selbst erfolgt durch das Handgelenk. Auf vielen Tischen ist der Zieher einer der beliebtesten Schüsse. Auch hier ist bei einer schnellen Seitwärtsbewegung eine Gegenzugbewegung beim Abschuss des Balles von Vorteil, um ein Abtreiben und damit eine schräge Schussbahn des Balles zu vermeiden. Der Vorteil der Schusstechnik ist es, dass diese sich auf nahezu jedem Tischmodell umsetzen lässt. • Beim „Sling-Shot“ wird der Ball mit dem Fuß einer Puppe seitlich an die Bande gespielt und erst nach dem Abprallen, wenn der Ball wieder zurückkommt, geschossen. Durch den seitlichen Schwung des Balles wird dieser automatisch schräg geschossen. Durch einen Übersteiger vor dem eigentlichen Schuss kann der Gegner leicht verwirrt werden.

• Das „Soccern“ (daher rühren auch diverse Tischnamen) bezeichnet das Klemmen des Ball zwischen Tischplatte und dem Fuß der Spielfigur. Entweder „vorne“ – Figur ist nach vorne geneigt – oder „hinten“ - Figur ist nach hinten geneigt. Das Einklemmen des Balles erfordert Griffigkeit des Balles auf der Tischoberfläche und ist somit nicht auf allen Tischmodellen praktizierbar. Die Positionen hinten oder vorne eingeklemmt sind u.a. die Ausgangspunkte für die Schusstechniken „Pin-Shot“ und „Jet“. Eine Alternative zum Einklemmen des Balles ist, den Ball neben dem Fuß der Figur abzulegen und dann aus ruhender Position anzuschieben oder anzuziehen (Push- oder Pull-Shot). • Beim „Tic-Tac“ wird der Ball mit den Seiten der Füße der Figuren einer Stange zwischen diesen hin und her gespielt und ständig in Bewegung gehalten. Der Torschuss erfolgt entweder aus der laufenden Bewegung heraus, wenn der Ball sich vor einer ungedeckten Stelle des Tores befindet, indem eine Figur schnell hinter den Ball bewegt und der Schuss ausgeführt wird (meist aus dem Handgelenk), oder indem der Ball mit einer Figur plötzlich vor eine ungedeckte Lücke gestoßen wird und eine zweite Figur den Schuss ausführt. Auch überraschende Zieher oder Schieber in Gegenrichtung der laufenden Bewegung des Balles sind möglich.

• Der „Wall-Pass“ ist ein Pass entlang der Bande. Wenn der Pass richtig ausgeführt wird, muss der Gegner mit seiner Reihe bis zum Anschlag zur Wand, um den Pass zu blocken, denn durch den Gummipuffer passt der Ball schon bei einer kleinen Entfernung von der Anschlagposition zwischen Bande und Spieler hindurch. Am häufigsten benutzt man Wall-Pässe beim Spiel von der 5er- oder 2er-Reihe zur 3er-Reihe.

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